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SRI: Eine lebendige Debatte
Über den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld gibt es eine lebhafte Debatte auf verschiedenen Ebenen.
Auf vielen Kongressen werden Strategien und Kriterien beraten und nicht selten kontrovers diskutiert. Wir von ökofinanz-21 beobachten diese Debatte nicht nur, sondern wollen uns künftig als Beraterinnen und Berater daran beteiligen.
Denn es ist eine Sache, Konzepte und Leitsätze zu verabschieden. Die Kommunikation zum „gemeinen Volk“, also zum privaten und gewerblichen Anleger ist unserer Meinung nach bisher unterentwickelt. Wir möchten Sie einladen, sich an dieser spannenden Zukunftsdebatte zu beteiligen.
Zum Beispiel gibt es unterschiedliche bzw. unterschiedlich strenge Ansichten darüber, ob Automobilaktien in einem „Öko-Fonds“ sein dürfen. Oder ob ein nachhaltiger Fonds in Unternehmen investieren darf, die in Ländern mit offenkundigen Menschenrechtsverletzungen tätig sind. Muss „Kinderarbeit“ generell geächtet werden?
Als ökofinanz-21 haben wir dazu keine eindeutige Position. Wichtig ist, dass die Anlagepolitik transparent ist, so dass jeder Anleger die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, was er mittragen will.
Mehrere Foren befassen sich unter jeweils anderen Aspekten mit dem Thema Socially Responsible Investment bzw. nachhaltige Geldanlage.
Hier ein paar davon:
- Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.: Interessenverband von Akteuren aus Wissenschaft, Banken und Dienstleistern
- Eurosif: European Social Investment Forum, Dachverband sieben europäischer SRI Vereinigungen
- Sustainability Congress: Seit 2005 jährliche Konferenz in Bonn für Nachhaltigkeit und Finanzen
- Messe Grünes Geld: Sonderteil der Internationalen Anlegermesse (IAM) Düsseldorf
- Corporate Responsibility Interface Center e.V. (CRIC: Vereinigung ethisch orientierter Investoren)
- Scoris: Partner des Sustainable Investment Research International Company Ltd. (SiRi Company)
OK- und k.o.-Kriterien der oeco capital Lebensversicherung
Nicht alle Fondsmanager und Akteure auf der Bühne des Grünes Geldes haben sich nach klar definierten Kriterien ausgerichtet. Als Beispiel für eine vorbildliche Selbstverpflichtung seien die OK- und k.o.-Kriterien der oeco capital Lebensversicherung zitiert.
Positivkriterien
- Umweltfreundliche, regenerative Energiegewinnung
- Klimaschutz
- Effiziente Nutzung von Ressourcen und Energie
- Technologien zur Verringerung bzw. Beseitigung von Schadstoffbelastungen und Lärm
- Naturgemäße Verfahren und Erzeugnisse im Gesundheitswesen und bei der Ernährung
- Umweltschonende Produktionsmethoden (Umsetzung umweltorientierter Forschung)
- Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzorganisationen
- Erstellung einer Ökobilanz oder eines Umweltberichts
- Einsatz von Umweltmanagementsystemen
- Abfallvermeidung und schonende Entsorgung
- Verringerung von Flächenverbrauch
- Rücksicht auf das globale Zusammenwirken für ökologisches Gleichgewicht
- klar definierte Zuständigkeit im Unternehmen für Umwelt (Umweltbeauftragter o.ä.)
- Förderung „nachhaltigen Wirtschaftens“ mit den Kriterien Lokalität, Qualität,
Beschränkung
- Chancengleichheit ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse, Religion und sexueller Orientierung
- Vorbildfunktion bei Führung und Mitbestimmung in der Arbeitsorganisation
- Ökologische Produktgestaltung
- Unternehmerische Initiative im Bereich Nachhaltigkeit
Negativkriterien
- Herstellung von Kriegswaffen und Militärgütern
- Erzeugung von Atomenergie
- Erzeugung von und Handel mit umwelt- und gesundheitsschädigenden Technologien und Produkten
- Erzeugung von Suchtmitteln
- Genmanipulation
- Tierversuche (über das unerlässliche Maß und auf für den Menschen lebenserhaltende Bereiche hinaus)
- Artwidrige Tierhaltung
- Verstöße gegen Umweltrecht und Naturschutzgesetz
- Ausbeutung von Flora, Fauna, Meeren und Böden (Raubbau)
- Verstöße gegen internationale Konventionen / Protokolle zum Schutz der Umwelt
- Verschwendung von natürlichen Ressourcen (Wasser, Bodenschätze, Energie)
- Störung der Lebensgrundlagen indigener Völker
- Giftmülltransporte und -exporte
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