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Ökofonds - Ethikfonds - Nachhaltigkeitsfonds

 

Das Gute im Schlechten

- Für einen anderen Umgang mit Geld -

Banken und Sparkassen leben vom Vertrauen ihrer Kunden. Noch nie ist dieses Vertrauen dermaßen erschüttert worden wie in den letzten 16 Monaten. Zu Recht.

Schonungslos offenbart die gegenwärtige Finanzkrise, wie der globalisierte Kapitalismus funktioniert. Menschen brauchen Wohnungen. Das nötige Geld haben sie meist nicht. Banken leihen es ihnen. Also leiht man gern und viel. Manchmal auch an Leute, von denen man weiß, dass sie es eigentlich nie zurückzahlen können. Und dieselben Banker wissen, dass die verpfändeten Häuser gar nicht so viel wert sind, wie es die Hypothek ausweist. Macht nichts. Man verpackt die Schuldtitel in ein „innovatives Finanzprodukt“ und versucht, damit noch mehr Geld zu machen.

Lügen haben kurze Beine

Irgendwann platzte der Schwindel. Die schönen Finanztitel waren nichts mehr wert. Immer mehr Banken melden riesige Abschreibungen. Die Weltbank hat ihre Schätzungen inzwischen nach oben korrigiert: Weltweit müssen rund 2,5 Billionen US-$ (2.500.000.000.000) in den Schornstein geschrieben werden. Die Sanierung angeschlagener Banken bezahlen bekanntlich wir alle, als Steuerzahler und als Kunden.

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ (Friedrich Hölderlin)

Sind wir dem Casino-Kapitalismus hilflos ausgeliefert? Nicht unbedingt. Die Debatte um Ethik und soziale Verantwortung hat neuen Schwung bekommen. In der Schweiz steht sogar eine Volksabstimmung über die Begrenzung der Gier von Spitzenmanagern bevor! Immer mehr Menschen suchen nach sauberen Alternativen für ihr Geld. Und immer mehr suchen eine kompetente und unabhängige Beratung.

Jenseits der „Old Economy“ wachsen neue Geschäftsfelder, die versuchen, wirtschaftliches Handeln mit Verantwortung für Umwelt-, Klimaschutz und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Beispielhaft zeigt dies die Solarbranche. Das Finanzierungssystem von Mikrokrediten ist noch im Anfangsstadium, wird aber wachsen. Der Erfolg der Grameen-Bank des Nobelpreisträgers Muhammad Yunus hat gezeigt, was möglich ist. Hier wächst etwas Neues heran, das soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbindet.

Chancen für das „Grüne Geld“

In den letzten Jahren hat sich der Markt für einen anderen Umgang mit Geld weiterentwickelt. Es gibt in Deutschland mehrere alternative Banken (GLS-Bank, Umweltbank, Ethikbank und andere). Mehr als 25 Milliarden Euro sind in Fonds angelegt, die nach ethischen und ökologischen Kriterien das Geld ihrer Anleger investieren. Der Aufbau der eigenen Alterversorgung ist mit nachhaltigen Anlagekonzepten möglich. Ob Riester- oder Rürup-Rente, private oder betriebliche Altervorsorge – alles ist machbar jenseits von Geiz und Gier: verantwortlich für Mensch und Natur, für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.

Die globale Finanzmarktkrise hat - wie alles im Leben - zwei Seiten, also auch eine gute.

Cool Lesen Sie auch unsere Kommentare unter "Aktuelles ".

[Ingo Scheulen]

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